Dienstag, 4. Februar 2014

Versteckte Zusammenhänge


Meine neue Frisur
Wie ich bereits erwähnt hatte, ist es Zeit für Veränderungen. Also zwei Stunden lang den Kopf über die Badewanne gehalten und geschnibbelt.
Ich sollte Friseur werden.

Nachtrag zum letzten Post: Beim erwähnten Freund handelt es sich mittlerweile um Ex-. Er mag lange Haare.

Montag, 3. Februar 2014

Warum ich kein Veganer bin

Mein Freund ist Veganer.
Ich habe wohl einen oder zwei Monate lang komplett vegan gelebt. Jetzt habe ich offiziell damit aufgehört.
Momentan verstehen wir uns auch nicht so gut, aber ich glaube nicht, dass es daran liegt (und das ist eine andere Geschichte).

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Klimawandel zu 52% von der Landwirtschaft bedingt ist, also zum Großteil aus der Tierhaltung. Das hat sich zwar später als nicht ganz richtig herausgestellt (es sind wohl echt nur 10 oder 12% der Treibhausgase aus der Landwirtschaft, während aber 50% des weltweiten Methans tatsächlich aus der Tierhaltung kommt), aber da ich schon kein Auto fuhr (aufgrund des damaligen Automangels in meiner Familie und meines damaligen Führerscheinmangels) und im Bereich von fossilen Brennstoffen versuchte, so sparsam wie möglich zu sein (ich glaube, ich überzeugte meine Eltern vom Stromwechsel, den ich dann auch durchführte, bevor ich Vegetarier wurde), beschloss ich, dass ich konsequenterweise auf Fleisch verzichten müsse.
Obwohl ich es echt liebe. (Man beachte den Gebrauch von Präsenz!)

Hier werde ich keinesfalls auf die Frage eingehen, ob es den Klimawandel überhaupt gibt, da ich das lächerlich finde, dass manche Menschen glauben, die Politiker oder wer-auch-immer hätten echt 95% aller wissenschaftlichen Untersuchungen manipuliert, nur um eine tolle Verschwörung in die Gänge zu bringen, die höchstens die erneuerbaren Energien fördern würde, aber sonst irgendwie nicht so viel. Selbst wenn es die Erderwärmung nicht gäbe, wären irgendwann alle Rohstoffe verbraucht, wenn wir so weitermachen - kann ja nicht unendlich sein, oder? - und das wäre auch eine ziemliche Katastrophe.
Und ich will auch nicht lange darauf eingehen, ob die Klimaerwärmung menschengemacht ist, oder nicht. Das kann uns auch eigentlich ziemlich egal sein, da es, sollte sich die Erde erwärmen, für viele sehr ungemütlich hier wird und es daher in jedem Fall erstrebenswert wäre, die Erwärmung aufzuhalten.

Also bin ich Vegetarier geworden.
Zwar Vegetarier mit Extras, oder Vegetarier+, oder Pseudovegetarier, da ich ab und zu Ausnahmen mache und diese dann besonders genieße.
Ich will nämlich nicht, dass für mich der Regenwald abgeholzt oder abgebrannt wird, damit dort in Monokulturen für ein paar Jahre Soja angebaut wird, bis der Boden durch Erosion alle Nährstoffe verloren hat, und dann die Sojabohnen eine unglückliche Kuh füttern, die ihr Leben lang Methan furzt, das ein 25-Mal stärkeres Treibhausgas ist, als CO². Und dann esse ich ein Stück dieser Kuh, obwohl ich auch einfach direkt Sojabohnen essen könnte, wodurch viel weniger Nahrung verschwendet würde.

Der Vegetarismus war aber inkonsequent.
Das war mir selbst klar, aber musste mir erst von einem netten Menschen in einer halb durchdiskutierten Nacht gesagt werden.
Kühe, die gemolken werden, müssen ja erst Kälber bekommen, die dann ebenfalls ernährt und geschlachtet werden. Und sie alle furzen vergnügt herum.
Und auch Hennen, die ihr Leben lang nur Eier legen, hatten auch mal Brüder, die dann einfach als Küken zerquetscht wurden, da man so viele Hähne wie Hennen nicht braucht. Und Hühner fressen und fressen und legen jeden Tag ein Ei und Sonntags auch mal zwei. Ebenfalls kein besonders gutes Verhältnis von Input und Output.

http://www.huehner-info.de/infos/futter_mangelernaehrung.htm
Und: Hühner werden selbst in recht kleinen Bio-Betrieben nach etwa einem Jahr "ausgestallt", beziehungsweise getötet, weil sie keine guten Eier mehr legen. Und dann sind sie entweder Sondermüll, oder, wenn es gut läuft, Suppenhühner.

Also hörte ich auf, Milch zu trinken. Im Tee schmeckt Sojamilch nämlich fast genau so gut und es tat meiner Dauerlaufnase nicht schlecht.
Es war auch spannend, mal alle Milchsorten durchzuprobieren: Reismilch, Hafermilch, Sojareismilch, Mandelmilch, Dinkelmilch, von allen möglichen Marken. Teilweise sogar günstiger als die Bio-Kuhmilch (was eigentlich selbstverständlich sein müsste). Und Sojaschokomilch kann man pur auch gut trinken.
Eier waren ohnehin schon als Vegetarier immer ein Balanceakt gewesen: Ab wann ist ein Ei lebendig? Ist es nicht vegetarisch, weil es vielleicht hätte befruchtet werden können? Ist es nicht vegetarisch weil es befruchtet war, aber nie bebrütet wurde? (Fast ein bisschen wie die Kontroversen um Abtreibung.) Eier habe ich jedenfalls nicht so viele gegessen. (Obwohl Spiegeleier immer eine tolle Kochidee waren, wenn man keine Idee/Lust zum Kochen hatte.)

Schließlich lernte ich meinen Freund kennen und war anfangs nur solidarisch, aber schnell aß ich auch in seiner Abwesenheit keine tierischen Produkte.
Obwohl ich mir schon vorher die ganzen Gedanken gemacht hatte, waren es wohl die falschen Beweggründe zum Wechsel und ich war nie mit vollem Herzen dabei.
Das sagen viele: Man muss es wirklich wollen und dann ist es toll.
Meine neuste Theorie ist anders: Wenn man gerne kocht, ist es einfach. Wenn man lieber essen geht, oder Tiefkühlsachen und leicht zu beschaffene Süßigkeiten möchte und einfach Käsebrote wunderbar findet, kann es recht schwer werden.
Außer man isst dauernd Indisch oder Pommes, Zartbitterschokolade und total teuren Pseudokäse (ich habe ihn Touseau (Tuso)-Käse getauft). So wie mein Freund.

Also esse ich jetzt wieder ab und zu Milchschokolade, sehe es beim Essen gehen manchmal nicht so eng (obwohl man gerade dann konsequenter sein müsste, weil es meistens nicht einmal bio ist) und an den Honigverzicht und Wollverzicht habe ich ohnehin nie wirklich geglaubt.

Und deswegen bin ich kein Veganer mehr.

Tagebuch vs. Blog

Es ist so viel einfacher, Tagebuch zu führen.
Da klebt man einfach ein Foto an die Stelle, an der man es haben möchte und es sieht für jeden gleich aus, der es sieht. Oder man zeichnet schnell etwas an den Rand oder klebt alte Kinokarten rein oder gepresste Blumen, Flugtickets, Hühnerfedern vom Bauernhofbesuch, Flyer von Demos.
Aber hier muss man fotografieren, bearbeiten, hochladen und rumformatieren und es sieht trotzdem scheiße aus. Aber jetzt habe ich immerhin nach ein paar Stunden einen akzeptablen Hintergrund, finde ich. (Wer weiß, wie es auf anderen Bildschirmen aussieht... man sieht bestimmt, dass ich nichtmal mit Paint vernünftig umgehen kann...)
Das hier soll ohnehin kein Tagebuch werden - außer mir passiert etwas Unglaubliches, was ich nicht für mich behalten kann - der Sinn meines Blogs ist, meine Gedanken irgendwie an die Welt zu bringen (vielleicht kann ich ja jemandem Mut machen, oder Ideen geben) und schreiben zu üben oder einen Grund zum Schreiben zu haben.

Sonntag, 2. Februar 2014

Vorstellungsrunde

Eigentlich war ich unhöflich.
Ich habe - ohne vorher zu fragen oder mich vorzustellen - das Internet meinen endlosen Listen ausgesetzt und lief damit Gefahr, dass sich jemand diese Listen ansah. (Immerhin 22 Seitenaufrufe, tut mir echt Leid, wer auch immer sich das angesehen hat. Aber meiner Erfahrung nach beim Stolpern über fremde Blogs, gibt's Schlimmeres, was sich im Internet verbirgt.)
Ich war rücksichtslos einfach mein langweiliges Alltagsleben zu posten um mich zu Beschäftigen und vielleicht mit Gewalt aus den Klauen einer Gesellschaftskrankheit ziehen zu wollen.
Heute ist die Wintersmüdigkeit oder Depression oder Langeweile - oder wie man es auch definieren mag - wieder schwächer geworden, ein paar Sonnenstrahlen schlichen sich in mein Zimmer, beim Lüften konnte man Vögel singen hören und generell gab es positive Vibes.
Daher bin ich nun in der Lage, etwas mehr aus meinen krüppeligen ersten Beiträgen zu machen und mal zu sehen, worum es hier eigentlich geht.
Natürlich erstmal um mich, weil ich natürlich das Wichtigste in meinem Leben bin - wenn's mich nicht gäbe wäre ich nämlich nicht da, daher entschuldige ich mich schon einmal im Voraus, wenn ich öfter das Wort "Ich" benutze. Da es mir in den letzten Tagen, wie ihr ja schon wisst, liebe internetbefähigte Weltbevölkerung, nicht so gut ging, habe ich wieder bemerkt, wie wichtig meine Gesundheit für mein geistiges Wohl ist und umgekehrt, da ich einfach zu nichts in der Lage war. Das war nicht schön, gerade weil ich eigentlich Dinge tun musste und dadurch ein noch schlechteres Gewissen bekam.
Aber da stellt sich die Frage: Für wen tu ich diese Dinge? Für mich? Oder weil die Gesellschaft es immer ganz gut findet, wenn sich die Jüngeren nützlich machen und studieren? Studieren, nur weil ich es kann? Weil ich den richtigen Schulschluss dafür habe? Das stellt sich mir immer in der Klausurphase.
Nun zum Blog:
Da ich kein Interesse daran habe, dass irgendjemand aus dem größten Zufall heraus erkennt, wer ich bin, bleibe ich anonym. Außer ich verrate mich oder die Geheimdienste enttarnen mich oder so.

Freitag, 31. Januar 2014

Projekt: Kampf der Wintersmüdigkeit!

Ich starte nun diesen Blog, weil ich beschlossen habe, etwas zu ändern.

Vermutlich ist es nur die Wintersmüdigkeit, die mich so runterzieht. (Fort mit euch Dämonen!)

Also habe ich hier den Blog gestartet, damit ich jemanden habe, der mir sagt, dass ich meinen Plan durchhalten muss. Jemandem bei dem ich mich rechtfertigen muss.


Dinge zum Ändern:
  • Schlafenszeit! 
    • momentan (so die letzte Woche) war ich nicht einmal vor 2 im Bett. Daher schlafe ich auch immer bis 12. Und bin trotzdem den ganzen Tag lang müde und unmotiviert. Also zwing ich mich jetzt immer unter der Woche um 11 ins Bett zu gehen.
    • Und um 9 wieder aufzustehen! (unter der Woche und ab morgen)
  • Sport!
    • eigentlich wollten wir ja zwei Mal die Woche klettern
    • und ich jogge ganz gerne, aber meine Laufschuhe sind gerade zu Hause bei meinen Eltern...
  • Ernährung!
    • manchmal kriege ich plötzlich voll die Lust irgendwas zu essen und stopf mich dann mit den scheußlichsten Dingen voll, auf die ich nicht mal Lust habe. Und ich versuche es heimlich zu tun, was natürlich auch total dämlich ist.
    • Also: 3 geregelte Mahlzeiten, vielleicht ab und zu zum Nachtisch ein Stück Schokolade, aber ich sollte echt versuchen mal auf solche Dinge zu verzichten. Dann vermisst man es nämlich weniger.
  • Lernen!
    • da ich immerhin studiere und damit mein Geld zum Fenster hinauswerfe, wenn ich nichts tu, sollte ich mal was tun!
    • regelmäßig unter der Woche (nicht in Lernphase) eine Stunde machen, um alles zusammenzufassen und nochmal nachzulesen etc
    •  in der Lernphase jeden Tag einige Stunden investieren! Aber gleichzeitig auch auf Sport, Ernährung, Schlafen und vor Allem Freizeit achten, damit mir nicht das Dach auf den Kopf fällt
  • Geselligkeit!
    • ich sollte mich mehr unter Menschen mischen, öfter etwas unternehmen, Einladungen eher annehmen... 
    • mich mehr um für mich wichtige Leute kümmern (Familie, Freunde), Geschenke machen
  • Freizeit...
    • Spaß haben! Nicht am Computer oder so verbringen... 
  • Weltrettung
    • etwas tun! 
  • Gesundheit: 
    • Effekte meiner Handlungen aufschreiben, Konsequenzen ziehen
  • Körperpflege!
    • Zähne
      • 2 Mal täglich Zähne putzen
      • 1 Mal wöchentlich Elmex-Gelee
      • regelmäßig Zahnseide